
Wo fängt eine gute Idee an? Sicher nicht im Stillstand. Nicht in der Starre eines gewöhnlichen Bürostuhls. Ideen brauchen Reibung. Sie brauchen Raum zum Atmen. Und manchmal brauchen sie Flügel.
Der Moment des Abhebens
Im Wilkhahn Showroom in der Ankerbrot Fabrik in Wien ist aktuell eine Installation zu sehen, die genau diesen Moment einfängt. Es ist kein bloßes Schaufenster. Es ist eine Intervention gegen den geistigen Stillstand, initiiert von unserem Partner Supertisch aus St. Pölten.
Im Zentrum: Der Wilkhahn WiChair. Aber er steht nicht einfach nur da. Er hebt ab. Gemeinsam haben die Künstler mäck one und Oliver Kramer eine Szenerie geschaffen, in der urbane Street-Art-Energie auf visionären Fluggeist trifft. Ohne Hierarchie, ohne Grenzen – eine Symbiose, die den Stuhl aus seinem gewohnten Kontext hebt.

Der WiChair hebt ab: Mitten im Schaufenster entsteht ein schwebendes Szenario und Graffiti-Kunst.

Ein Stuhl hebt ab: Der WiChair schwebt auf einer Sprungfeder über einem Meer aus Papierfliegern – eingefasst von expressiver Kunst zwischen Himmel und Erde.
Zwischen Fundament und Fantasie
Die Installation spielt mit den Polen, zwischen denen wir uns jeden Tag bewegen:
- Das Fundament: Eine massive Holzkiste bildet die Basis. Die Realität, von der jeder Flug ausgehen muss.
- Die Stützen: Graffiti-Platten, die wie urbane „Atlanten“ die Vision in den Himmel heben.
- Der Flug: Ein Meer aus Papierfliegern am Boden, ein Himmel aus hellblauen Schirmen an der Decke.
Mitten darin befinden sich zwei WiChairs. Einer steht am Boden, umringt Papierfliegern. Der zweite ist auf einem gefederten Sprungbrett montiert, abgehoben vom Boden und ausgestattet mit Flügeln. Der WiChair schafft es also, sich aus der Fülle von Gedanken und Ideen zu erheben. Damit wird er zur Metapher für eine Freiheit, die wir im Büro oft vermissen: die Freiheit, beim Sitzen auch im Kopf beweglich zu bleiben und unsere Kreativität zum Fliegen zu bringen.
Künstler Oliver Kramer bringt die Idee der Installation auf den Punkt: „Holz. Stahlhart abgefedert. Einstein im Kopf. Mit Denken von A nach B. Mit Phantasie überall hin.“
Design als Inspiration
Für uns bei Wilkhahn ist dieses Projekt mehr als eine kunstvolle Inszenierung. Es ist ein Plädoyer für Beweglichkeit. Denn Design muss mehr können, als nur Funktion zu erfüllen. Es muss uns überraschen. Es muss uns bewegen.
Der WiChair ist das physische Versprechen dieser Haltung. Er zeigt, dass ein Möbelstück mehr sein kann als eine Sitzgelegenheit – nämlich ein Werkzeug für flexibles Denken, das uns auch im Arbeitsalltag daran erinnert: Wer sich bewegt, bleibt frei und kreativ.
Wer Lust hat, sich von diesem „Abheben“ inspirieren zu lassen, kann die Installation noch bis Ostern besuchen. Ein kurzer Stopp vor dem Schaufenster kann schon ausreichen, um die eigenen Gedanken wieder fliegen zu lassen.
Ehem. Ankerbrotfabrik
Absberggasse 27, 1100 Wien
Österreich

Oliver Kramer mit den gestalteten Platten: Jede Figur ein kreativer „Atlas“, der die Welt (mit-)trägt.

Detail einer bemalten Platte: Farbschichten, Schriftzüge und ein intensiver Blick – ein urbaner „Atlas“ der kreativen Freiheit.