Mit neuen Pferdestärken

24.09.2020

Die Pferdestärke ist ein in Deutschland noch häufig anzutreffendes, veraltetes Maß der Leistung. Früher sollte es angeben, wie viele Pferde eine Maschine ersetzen können. An der Leibniz Universität in Hannover wurde die Einheit nun neu ausgelegt: Durch den sanierten und denkmalgeschützten Königlichen Pferdestall von 1888 schöpft die Universität Kraft für neues Wissen, außergewöhnliche Ideen und grenzenloses Denken. Denn dort, wo früher die Pferde des Militärs und der Königlichen Hoheit ihre Stellplätze fanden, befinden sich heute auf einer Nutzfläche von insgesamt 1.575 Quadratmetern die Räume eines neuen Kommunikations- und Begegnungszentrums für Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft.

Der Pferdestall von außen: Das Mauerwerk sollte so weit wie möglich erhalten bleiben, um den in Jahrzehnten gewachsenen Charakter zu bewahren. Bilder: Wilkhahn

Was bewegt uns in Zukunft? Pferdestärken sicherlich weiterhin, aber der Königliche Pferdestall hat noch mehr zu bieten – als Raum für die Interaktion zwischen der Stadt und ihrer Universität sowie Unternehmern und Wissenschaftlern. Hier werden in einem inspirierenden Umfeld Ideen entwickelt und Impulse gesetzt. Auf zwei Geschossen lädt der neue Pferdestall zu Konzerten, Aufführungen, Ausstellungen, Seminaren und Vorträgen. Die verantwortlichen Architekten standen im Zuge der Sanierung vor einigen Herausforderungen: So galt es einerseits die historische Gebäudestruktur weitgehend zu erhalten, anderseits musste das Mobiliar der neuen multifunktionalen und flexiblen Nutzungen gerecht werden und sich in das architektonischen Konzept fügen.

Das Herzstück des Königlichen Pferdestalls: Ein Veranstaltungssaal, der für Konzerte und Vorträge genutzt werden kann, ausgestattet mit den Besucherstühlen Aline. Bilder: Wilkhahn

Dabei galt dem Veranstaltungssaal besonderes Augenmerk: Die Architekten fanden für das imposante Herzstück des Gebäudes mit dem Aline Kufenstuhl von Wilkhahn (Design: Andreas Störiko) die ideale Lösung. Denn die Bespannung des pflegeleichten Stuhls aus einem transparenten Hochleistungsgewebe sorgt in Verbindung mit der permanenten Hinterlüftung für ein komfortables Sitzgefühl. Außerdem können die elastischen Stühle im Handumdrehen umgebaut oder gestapelt und im angrenzenden Hinterbühnenraum untergebracht werden. Das „Schienen-Kufen-Prinzip“ erlaubt den Mitarbeitern der Universität die Aline Stühle kompakt, sicher und formschlüssig zu stapeln.

Im Obergeschoß: Einzelbüros und Großraumbüros, dessen Arbeitsplätze dank des flexiblen Mobiliars jederzeit umfunktioniert werden können. Bilder: Wilkhahn

Ideen brauchen kreative Umgebungen: Im Obergeschoss sind Einzel- und Großraumbüros beheimatet. Zwei mobile Trennwandsysteme für räumliche Flexibilität garantieren eine Teilbarkeit der Flächen für wechselnde Anforderungen. Die Arbeitsplätze können in einem offenen Raum flexibel gestaltet und als Seminar-und Tagungsräume umkonstruiert werden. Der Confair Falttisch (Design: Andreas Störiko) und der Universalstuhl Aula (Design: Wolfgang C.R. Mezger) von Wilkhahn zeigen hier ihre Stärke: Der Confair lässt sich mit anderen Tischen zu einer Tischanlage verketten, wenn ein größeres Seminar ansteht – gleichzeitig kann er kurzerhand zusammengefaltet und zur Seite gerollt werden. Dazu bietet der stapelbare Aula Stuhl mit seiner formvollendeten, elastischen und ergonomischen Ausbildung der Sitzschale auch für längere Seminare Halt und Wohlfühlkomfort – und das für ganz unterschiedliche Körpergrößen. Ferner erfüllt er die ästhetischen Ansprüche der Architekten: Denn die präzisen Linienführungen und Übergänge von Fußgestell, Armlehnen und Sitzschale lassen ihn wie eine gewachsene Skulptur erscheinen. Beide, Confair und Aula, harmonieren nicht nur elegant miteinander, sie ermöglichen es kreativ und spontan auf die verschiedenen Nutzungen reagieren zu können.

Wir sind sehr erfreut, dass uns Wilkhahn bei diesem anspruchsvollen Sanierungs- und Konversionsprojekt unterstützt hat. Die zeitlos moderne Gestaltung der eingesetzten Möbel fügt sich wunderbar in die historische Architektur ein. Und ihre durchdachte Funktionalität erschließt für uns auf denkbar einfache Weise die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die dem Raumkonzept für Konferenzen, Workshops festliche Empfänge und kulturelle Veranstaltungen zugrunde liegen!

Prof. em. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident a.D. der Leibniz Universität Hannover

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